Matthijs van Zwieten de Blom

Gefeiert wie noch nie! crea-tief Gottesdienst vom 30. August 2015

Tanz<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>79</div><div class='bid' style='display:none;'>690</div><div class='usr' style='display:none;'>5</div>

Tanz

So einen Gottesdienst hat es in der Kirche Rein wohl noch nie gegeben. Trommelklänge aus dem schwärzesten Afrika, Tanz, Farben – Kamerun war zu Besuch!
Matthijs van Zwieten de Blom,
Sogar die Kleidung des Pfarrers war anders als sonst: ein langes Gewand in kräftigen Blautönen und exotischem Streifenmuster kleidete ihn wie in einen Talar. Im Verlauf des Gottesdienstes hatten auch die anderen Gottesdienstteilnehmer Gelegenheit, sich mit Tüchern, Gewändern oder Haarflechten gut afrikanisch zu schmücken. Die Kirche war an den Seitenwänden mit leuchtenden Tüchern dekoriert, und auf dem Abendmahlstisch waren kunstfertige Schnitzereien ausgestellt.
Die Wasserschloss Singers, begleitet von zwei Gitarren und einem jungen Cajon-Spieler, brachten schon mit dem ersten afrikanischen Lied die sehr zahlreichen Gottesdienstbesucher in Bewegung. Als später der Percussionist YoroFola zum Tanz auftrommelte, verwandelte sich die Kirche kurzerhand in ein afrikanisches Dorffest.
Es gab aber auch stille, besinnliche Momente im Gottesdienst. Sulamithe Ndjanseb aus Buchs, (ZH) erzählte von ihrer Heimat Kamerun, die sie mit 13 Jahren, nach dem Tod ihrer Mutter, verlassen hatte. Die grosse Liebe zu ihrer Heimat war in ihrem Bericht genau so spürbar wie ihr ehrliches Engagement. Sie hat mit einigen Freundinnen und Freunden aus verschiedenen afrikanischen Ländern das Hilfswerk African Maroons Charity (AMC) gegründet und führt jährliche Hilfsgütertransporte durch und betreut Projekte für Bildung und Armutsbekämpfung in Kamerun. (Weitere Informationen zu AMC siehe Link unten)
Die Begegnung der afrikanischen Gäste und der Gemeinde Rein war gegenseitig. So durften die Gäste Zeugen sein, wie die Konfirmandinnen und Konfirmanden begrüsst wurden und wie die Absolventinnen und Absolventen des Kurses für palliative Sterbebegleitung zertifiziert und gesegnet wurden. Emmi Wernli, die Kurleiterin, war tief gerührt, dass die Segnung in diesem speziellen, bunten, fröhlichen Gottesdienst Platz finden durfte. So war der Gedanke ans Sterben im vollen Leben im besten Sinne aufgehoben.
Zu einer Feier wie in Kamerun gehört das gemeinsame Essen. So gab es zu Reis an Erdnuss-Sosse verschiedene Köstlichkeiten nach Kameruner Rezept, die unsere Gäste mitgebracht haben. Alles in Allem war es ein Fest für alle Sinne. Ein Riesiges Geschenk, ermöglicht von einem grossen und grossartigen Team, das sich auf das Neue und Unbekannte eingelassen hat, mitgetragen von zahlreichen Mitwirkenden im Vorder- und Hintergrund. Und überhaupt erst möglich gemacht durch unsere Gäste, allen voran Sulamithe Ndjanseb. Hallelujah!

» www.amc-website.org
Bereitgestellt: 31.08.2015     
aktualisiert mit kirchenweb.ch