Michael Rust

Was würde Zwingli sagen?!

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Regelmässig schreibt hier jemand vom Pfarrteam Rein einen besinnlichen Text in der Corona-Zeit. Hier das Wort vom 23. März 2020
Michael Rust,
Liebe Leserin, lieber Leser
Vor etwas mehr als 500 Jahren, im August 1519, brach in Zürich die Pest, auch bekannt als Schwarzer Tod aus, bei der 25% der Bevölkerung starben. Viele flohen aus der Stadt, aber Pfarrer Huldrych Zwingli blieb, um sich um seine Gemeinde zu kümmern. Er zog sich dabei selbst die Krankheit zu. Doch Gott verschonte ihn und er schrieb das folgende Lied:

Tröst, Herr Gott, tröst!
Die Krankheit wächst,
Weh und Angst faßt
mein Seel und Leib.

Darum, o bleib
bei mir, einziger Trost, mit Gnad,
die gern erlöst
ein' jeden, der
all sein Begehr
und Hoffnung setzt
in Dich und schätzt
gering all zeitlich Nutz und Schad.

Nun ist es um.
Mein Zung ist stumm,
mag sprechen nicht ein Wort.
Mein Sinn sind all verdorrt.

Drum ist es Zeit,
daß meinen Streit
Du führst fürhin,
da ich nicht bin
so stark, dass ich
mög' tapferlich
tun Widerstand
des Teufels Netz und Frevlerhand.

Doch mein Gemüt
stets bleibt bei dir, wie er auch wüt'.

Aus Ernst Saxer: Huldrych Zwingli. Ausgewählte Schriften. 1988
(Übersetzung von Georg Finsier)



Es gibt vielleicht in deiner Nachbarschaft, ältere und einsame Menschen, die keinen Internetzugang haben. Du darfst diese Impulse gerne ausdrucken und diesen Menschen in den Briefkasten einwerfen und so vielleicht den einen oder anderen Sonnenstrahl weitergeben.

Dein Pfr. Michael Rust

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Bereitgestellt: 23.03.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch