Lotti Härdi

Liebe «Mit»-Menschen…

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Kann man einem Menschen ansehen, wer oder was in seinem Inneren wohnt? Viele schliessen vom Äusseren auf das Innere.
Bei manchen sind wir neugierig, bei anderen sind wir eher etwas skeptisch. Auf Schulreisen
versuchten wir immer die Lehrer von unserer «Besichtigungsregel» zu überzeugen: Berge von unten, Kirchen von aussen, Gaststätten von innen.

«Kirchen von aussen» – scheint heute das normale Verhalten von Menschen zu sein. Was soll man in einer Kirche, einer Kathedrale, einem Dom oder gar einem Tempel? Diese Gebäude haben mit unserem Leben und Alltag wenig zu tun. Aber es gibt sie - überall. In jedem Ort. In jeder Stadt. In jedem Land. Warum? Wozu? Sie sind geschützte Räume für die Begegnung mit Gott, zur Einkehr und zur Stille.

Im Volk Israel wohnte Gott unter seinem Volk, in einem Zelt, genannt Stiftshütte. Später baute Salomo in Jerusalem einen Tempel. In der frühen Christenheit fragten Menschen: Wo finden wir den Gott, der sich in Jesus Christus und in der Kraft des Heiligen Geistes offenbart hat? Im zweiten Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus den Christen: «Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes» und begründet das mit einem Wort Gottes, der sagte: «Ich will mitten unter euch wohnen und unter euch leben; ich will euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.»

Daraus schliesse ich: Es geht Gott gar nicht um Gebäude, sondern um Beziehung. Nicht um Räume, sondern um Begegnung. Gott will unter Menschen durch Menschen zu Menschen kommen.

Aus diesem Grunde ist mir der direkte Kontakt zu Ihnen nicht nur wichtig, sondern essentiell.
Doch wie das Gesagte umsetzen? Zuerst dachte ich an einen fixen Nachmittag «Treten Sie ein – offene Pfarrhaustüre!»
Doch was wenn, wie in meinen kühnsten Träumen der Fall eintreffen sollte, gleichzeitig fünf oder noch mehr Menschen eintreten?!? Also doch wieder zu der Voranmeldung zurück?

Nein! Ich wage es und öffne meine Bürotüre im Pfarrhaus für Sie jeweils am letzten Montagnachmittag im Monat von 14-18 Uhr (24.2./ 30.3./ 27.4./ 25.5 und 29.6.).
Kommen Sie vorbei und wer weiss, vielleicht wird mein Traum ja Wirklichkeit. Ende Juli ziehe ich Bilanz um herauszufinden, inwieweit dieses Pilotprojekt auf Ihr Interesse gestossen ist. Im besten Fall freue ich mich bereits jetzt darauf, die «offene Pfarrhaustüre» fortzusetzten.

Selbstverständlich dürfen Sie mich immer nach dem Gottesdienst, im Volg oder wo auch immer ansprechen und um einen Termin für ein persönliches Gespräch bitten. Auch dürfen Sie mir eine Notiz in den Briefkasten werfen oder eine e-mail schreiben. Ich lasse mich gerne überraschen.

Pfarrer Michael Rust
Bereitgestellt: 10.02.2020     Besuche: 76 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch