Lotti Härdi

Hauskreis Rüfenach

20190621_102420<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>170</div><div class='bid' style='display:none;'>2087</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Reisebericht über den zweitägigen Ausflug zu den Bodenseegärten
- der Kartause Ittingen in Warth
- dem Hermann-Hesse-Garten in Gaienhofen
- dem Garten der Naturheilpraktikerin Sabine Christ in Radolfzell.


Der Abendhauskreis der Kirchgemeinde Rein reiste an den westlichen Bodensee. Das Ziel war, gemeinsam eine Sinnesreise durch verschiedene Gartenwelten zu erleben.

Der erste Eindruck bot uns die Kartause Ittingen. Wir verspürten bald eine Atmosphäre, die Harmonie und Frieden ausstrahlt. Eine gemütliche Gartenwirtschaft um einen grossen Brunnen war der zweite Eindruck. Die Blumenpracht rund um die Kartause ist in voller Blüte zu sehen. Man kann die Pfingstrosen riechen und fühlen. Ab der zarten Gartenpracht sind wir mit aah! und ooh! kaum aus dem Staunen heraus gekommen. Lange haben wir die liebevoll gepflegten Blumen und Sträucher bestaunt, sind durch Rosenbogen hindurch gegangen und haben den vielen kreativ hergerichteten Gebinden und Pflanzenhalter aus Rebenholz und Wurzeln grosse Achtung geschenkt. Doch jedes Verweilen muss dem nächsten Ruf folgen. Wir bestaunten danach die prunkvoll bemalte Museumskirche wie auch die Bildergalerien von teils bekannten Malern aus dem Kanton Thurgau. Die Kartäuserhäuschen haben einen schweren Eindruck hinterlassen, denn ein Kartäusermönch war lebenslang in seiner Zelle.

Nach dem Mittagessen in der Gartenwirtschaft haben wir uns nach Deutschland zum Hermann-Hesse-Haus begeben. Dieser Selbstversorger-Garten ist exakt nach Art von Hermann Hesse wieder angelegt worden. Er ist Lebensart, Gartenweisheit und Kräuterkunst, eben, nach Hermann Hesse. Auch die Landhaus-Villa, die seine Familie von 1907 bis 1912 bewohnt hat, ist in allen Teilen noch genau so erhalten: Mauerwerk, Schindeln, Fensterscheiben, Möbel, Holztäfer, Dach; Aussenfarbe samt Läden in Türkis.
Der jetzige Hausbesitzer und Verwalter hat eine informative Einführung über Haus und Garten gehalten. Danach konnten wir diesen frei besichtigen und bis zur Schliessung bleiben. Wir erlebten diesen Garten mit allen Sinnen. Zu zweit oder dritt haben wir uns zwischen alten Bäumen und an verträumten Plätzen um einen Tisch gesetzt, um die vielen Eindrücke von Schönheit, Kreativität und kunterbuntem Leben-lassen aller Pflanzen miteinander zu teilen. Wir haben die feinen Düfte genossen, Bäume, Gewürze und Blumen bestaunt und uns an kreativen Verspieltheiten erfreut.

Mit vielen Eindrücken gefüllt sind wir mit den Autos zu unserem Schlafgemach in Triboltingen gefahren und haben dort die Aussicht auf den Untersee und Weitsicht nach Deutschland genossen. Nach dem Nachtessen im Rest. Seegarten in Ermatingen mit Fisch direkt vom Unterseefischer und einem feinen Triboltinger Wein sind wir glücklich und dankbar über den Tag mit bestem Wetter, schlafen gegangen.


Anderntags haben wir nach dem Morgenessen das Gepäck in die Autos verladen und sind losgefahren. Dort hat uns die Naturheilpraktikerin Sabine Christ in Radolfzell bereits erwartet. Sie hat uns in ihre Praxis im Wohnhaus eingeladen, welche sie seit 10 Jahren betreibt. Gleichzeitig ist sie Schülerin an der Uni Basel. Sie studiert „aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Naturheilkunde“. Ihr Ziel ist, die Wissenschaft von Hildegard von Bingen sprachlich vom 12. Jahrhundert auf die heutige Zeit anzupassen, damit Menschen dieses Wissen um Heilkräuter in unsere heutige Zeit übernehmen können.
In ihrer Praxis durften wir nach dem „Du“ Sabines selbstgemachten Herzwein probieren. Sie hat uns danach über das Leben und Wirken der hl. Hildegard von Bingen erzählt sowie über die Natur und die Heilkräuter im Garten mit deren Heilkraft. Danach konnten wir uns an einem Rundgang in ihrem Naturgarten erfreuen. Sie erzählte uns, wie die Pflanzen, wenn man sie dort wachsen lässt, wo sie wollen, uns etwas sagen. Holunder z.B. wachse an den Gartengrenzen; sie strahlen eine Harmonie aus. Es gibt auch Vorkommnisse mit Pflanzen, worüber man nur staunen kann. Man verstehe vieles nicht, aber man spüre vieles.

Danach konnten wir uns in Sabines Laden ihre selbst hergestellten Tinkturen, den selbst produzierten Honig, Fruchtgelee oder das Habermus kaufen. Nach 3 ½ Std. haben wir Sabine Christ verlassen und sind erfüllt und staunend über das Erfahrene weiter gefahren.

In „Lieseles Restaurant“ haben wir deftig gegessen, sind dann über den Schienerberg nach Stein am Rhein gefahren und haben das bunt bemalte Städtlein bestaunt und in einem kunterbunten Kaffeehaus den Dessert genossen. Gefüllt mit unendlich vielen schönen und lehrreichen Eindrücken sind wir wieder in Rüfenach gelandet.

Diese Reise ruft nach Wiederholung, denn sie war sehr eindrücklich, lehrreich und traumhaft schön!

Trudi Reusser


Fühlen Sie sich von diesem Ausflug mit dem Hauskreis angesprochen?
Würden Sie auch gerne mit einer Gruppe aufgestellter Frauen an deren Tisch sitzen, bei Kuchen beginnen und sich nach 1-2 Lieder singen gemeinsam mit einem biblischen Thema auseinandersetzen? Wir beenden das Thema mit einem Gebet. Unser letztes durchbearbeitete Buch heisst: „Knackpunkte, Antworten auf harte Fragen" wie z.B. „Warum lässt Gott das zu!“, oder „Das verzeih ich dir nie“, oder „Wer bin ich? Unfall? Zufall? oder?“

Wir fünf bis elf Frauen treffen uns einmal monatlich um 20.00 Uhr zwischen Montag und Freitag, reihum bei jemandem zuhause. Der dreieinige Gott ist unsere Mitte.

Seien Sie mutig und melden Sie sich beim Sekretariat. Wir freuen uns auf Sie ;-). Sie können gerne einmal schnuppern kommen, auch als Mann.
Trudi Reusser
Bereitgestellt: 27.06.2019     Besuche: 15 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch