Lotti Härdi

17. März in Rein und am 24. März in Würenlingen

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Fastengottesdienste
"Mensch, wo bist du?"
In der Fastenzeit sind wir eingeladen, unser Verhalten, speziell unser Konsumverhalten zu hinterfragen und uns zu besinnen auf Ideen für eine gerechtere und menschlichere Weise des Zusammenlebens auf der Welt.

Gott fing schon im Paradies an, den Menschen zu suchen, nachdem der Mann und die Frau sich aus Scham über ihr Versagen versteckt hatten. Gott will nicht die Beziehung abbrechen, sondern wiederherstellen. Er reicht dem Menschen die Hand zur Versöhnung und lädt uns ein, Wege zueinander zu finden und Brücken zu bauen und die Gerechtigkeit täglich neu zu suchen und voranzutreiben.

Eine mittelalterliche Tradition in der Fastenzeit ist das sogenannte Hungertuch. In der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern wurde der Altar mit dem «velum templi», dem Tempelvorhang, verhüllt. Weil die Fastenzeit für viele eine Zeit des Hungerns bedeutete, erhielt dieses Tuch in vielen Gegenden die Bezeichnung Hungertuch.
Das katholische Hilfswerk Misereor hat 1976 diese alte Tradition aufgegriffen und eine neue begründet: Künstler aus aller Welt gestalten regelmässig ein Hungertuch, das die Besinnung in der Fastenzeit unterstützen soll. Dieses Jahr wurde das Tuch vom deutschen Künstler Uwe Appold gestaltet.

Im Gottesdienst für KLEIN und gross vom 17. März in Rein werden wir das Hungertuch sehr genau anschauen und versuchen zu deuten. Auch im ökumenischen Gottesdienst in Würenlingen eine Woche später wird das Hungertuch zu sehen sein. Wir hören dort dann eine Geschichte, wie eine Frau zu ihrem Recht kommt.

Im Anschluss an beide Gottesdienste gibt es eine leckere, warme Suppe. Zu beiden besonderen Anlässen zur Fastenzeit sind Erwachsene und Kinder gleichermassen eingeladen.
Mit den Kollekten beider Gottesdienste und mit weiteren Spenden unterstützen beide Kirchgemeinden dieses Jahr das Landesprogramm für Guatemala. Die Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer arbeiten in diesem Programm Hand in Hand. Ziel des Programms ist die Stärkung der Identität und Stellung der ländlichen, indigenen Bevölkerung bei
der Einforderung ihrer Grundrechte gegenüber dem Staat, der rücksichtslos gegen Umwelt und Menschen grosse Monokulturen anlegen lässt, die einigen^wenigen ein grosses Einkommen
geben, aber irreparable Schäden an Landschaft und Bevölkerung hinterlassen.

Pfr. Matthijs van Zwieten de Blom
Bereitgestellt: 11.03.2019     Besuche: 14 Monat 
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