Lotti Härdi

Konfirmation - Gruppe von Pfr. van Zwieten de Blom

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Sonntag, 18. März 2018, 09.30 Uhr, Kirche Rein
Matthijs van Zwieten de Blom,
Mit dem Kopf durch die Wand

Im Konflager in den Sommerferien lief die Nummer «Mit dem Kopf durch die Wand» von 187 Strassenbande rauf und runter. Der Titel (nicht der Inhalt des Gangsta-Rap-Songs) hat die Gruppe zum Thema für ihre Konfirmation inspiriert. Wenn du etwas wirklich willst, kannst du es erreichen. Manchmal tut es vielleicht etwas weh, oder du musst etwas stur sein, aber irgendwann gibt jede Wand nach. Welche Wände die Jugendlichen im Einzelnen und konkret überwinden wollen oder schon überwunden haben, präsentieren sie an ihrer Konfirmation am 18. März.

Bei der Arbeit mit diesen jungen Leuten bin ich immer wieder berührt von dem, was sie mitbringen an Talenten, an Ideen, an Träumen und Visionen, aber auch schon an Enttäuschung und Frust, an durchlittenen Kämpfen und Niederlagen. Es ist nicht so, dass den Jungen heute irgendetwas geschenkt würde. Zwar scheint es so, dass es heute viel mehr Möglichkeiten gibt, als noch eine Generation früher. Aber die Vielzahl der Möglichkeiten kann auch überfordern. Und vor allem erscheinen die heutigen Berufe und Ausbildungen oftmals sehr virtuell, wenig greifbar. Alles ist so aufgestellt, dass man darauf aufbauen und weiterlernen kann – und muss. Jede Richtung, die man einschlägt, muss schon nach wenigen Jahren wieder geändert werden. Irgendwie scheint es mir, dass sich die Welt für die heute jungen Menschen eher wie ein Labyrinth aus Dornengestrüpp präsentiert. Echte Mauern, durch die man mit dem Kopf oder dem Hammer hindurchbrechen könnte, gibt es kaum noch.

Als ich im Konfalter war, in Zürich, da gab es klare Fronten: die Jugend gegen die Eltern, die Lehrer, die Pfarrer. Die von der ganzen Reststadt gegen die Reichen vom Zürichberg. Wir, die Guten, gegen die Blöden, das waren immer die anderen. Und es gab noch genug Gemeinsamkeiten für ein tragfähiges Wir, es gab noch genug Mauern zum Einreissen.

Junge Leute brauchen Mauren, die sie einreissen können. Sie brauchen Widerstände, an denen sie sich reiben können, die ihren Charakter und ihren Willen formen helfen. Die Jungen von heute müssen sich sogar ihre Wände selber bauen. So beliebig ist die Welt geworden…

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die am 18. März konfirmiert werden:
Joëlle Aschwanden, Brugg
Dario Glatzfelder, Rüfenach
Robin Glatzfelder, Rüfenach
Sarah Hofer, Brugg
Fabienne Kohler, Rüfenach
Cecilia Kusch, Siggenthal Station
Michelle Leber, Remigen
Celine Rosenberger, Rüfenach
Aaron Schiess, Rüfenach
Carla Schramm, Brugg
Elia Sigg, Würenlingen
Tim Heiko Stalder, Rüfenach
Giulia Wüst, Rüfenach
Laura Wüthrich, Brugg

Bereitgestellt: 05.03.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch