Urs Klingler

Konfirmandenlager in der Jugendherberge Lörrach…

Murbach<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>134</div><div class='bid' style='display:none;'>1427</div><div class='usr' style='display:none;'>9</div>

…zum Thema „Mainstream: Hauptsache dabei sein oder gegen den Strom schwimmen?“, in das uns an den Arbeiten am Vormittag, an den Exkursionen und anhand von Filmen vertieften.
Urs Klingler,
Wir befassten uns mit Petrus, dem die Behörden ver-boten, von Jesus zu reden, und der es trotzdem tat – er wollte Gott mehr gehorchen als den Menschen. Dafür nahm er das Gefängnis in Kauf. Doch diese Episode aus der Apostelgeschichte ist nicht einfach etwas von früher, sondern für viele verfolgte Christen heute Realität. Wir sind nicht verfolgt, aber haben wir den Mut, für unseren Glauben hinzustehen und vielleicht dafür ausgelacht zu werden?
Ebenso widmeten wir und dem Propheten Amos aus dem 7. Jahrhundert vor Christus – auch nur eine alte Geschichte? Nein – sie ist ebenfalls sehr aktuell. A-mos klagt die Reichen an, die nur immer reicher wer-den auf Kosten aller anderen, nicht anders als heute. Sollen wir dazu schweigen oder wie Amos uns ver-nehmen lassen?
Am Münster Basel sahen wir, wie man es damit im wohlhabenden Basel hielt: Zur Statue des Heiligen Martin gehörte ursprünglich ein Bettler dazu, für den Martin seinen Mantel teilte. Doch kurz vor 1600 wur-de dieser entfernt, weil er die Augen der wohlhabenden Bürger beleidigte. Ist es eine Lösung, Armut nicht sehen zu wollen?
Der Film „Merry Christmas“ erzählt die wahre Ge-schichte, wie an Weihnachten 1914 an etlichen Fron-ten die Soldaten beider Seiten zu schiessen aufhörten und schliesslich gemeinsam feierten – was die hohen Offiziere total erzürnte. Sie erkannten im „Feind“ im anderen Schützengraben den Kameraden, dem es genau so dreckig ging wie ihnen in ihrem Graben und stellten den sinnlosen Krieg wenigstens für ein paar Tage ein. Einen Eindruck von einem erhaltenen Schützengraben erlebten wir am Lingekopf auf den Höhen der Vogesen.
In Colmar konnten alle drei Gruppen die anhand von Fotos vorgegebenen Orte auffinden und durch Selfies dokumentieren.
Murbach, wo unser Gruppenfoto entstand, ist gewis-sermassen die „Mutter“ von Rein, denn von Murbach aus wurde Ende des 8. Jahrhunderts die erste Kirche Rein gegründet.
Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz.
Der gemeinsame Schlussabend war für alle ein Hit. Er begann mit dem Getränkewettbewerb, für den das Leiterteam 20 eingekaufte Getränke farblich bearbeitete, so dass man nur auf den Geschmacksinn trauen konnte, um das Getränk zu erkennen.

Ein persönliches Schlusswort:
Dieses Konfirmandenlager war mein letztes Lager, das ich als aktiver Pfarrer geleitet habe – und es war ein rundum tolles Lager! Ich danke allen Konfirmandinnen und Konfirmanden für diese gemeinsamen Tage und freue mich, mit euch zusammen die Konfirmation im März 2018 vorzubereiten!

Bildlegende von links nach rechts
oben: Im Basler Münster – An der Arbeit – Hl.Martin – Freizeit
unten: Getränkewettbewerb – Lingekopf – In Colmar – Murbach
Bereitgestellt: 04.09.2017     Besuche: 14 Monat 
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